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TypeScript 6.0 ist da – das letzte JS-Release vor dem Go-Port

Robin Böhm 3 Min. Lesezeit

TL;DR: TypeScript 6.0 ist offiziell verfügbar und markiert das letzte Release auf Basis der JavaScript-Codebasis – der direkte Vorgänger des nativen Go-Ports TypeScript 7.0. Für Angular-Teams kommen mehrere Default-Änderungen und Deprecations, die sofortigen Handlungsbedarf erzeugen.

Mit Version 6.0, veröffentlicht am 23. März 2026 von Daniel Rosenwasser und dem TypeScript-Team, schlägt Microsoft eine bewusste Brücke zwischen dem heutigen Ökosystem und TypeScript 7.0, dessen Go-native Implementierung bereits in Preview vorliegt. TypeScript 6.0 ist vollständig API-kompatibel mit 5.9, führt aber eine Reihe von Breaking Changes und Deprecations ein, die insbesondere Angular-Projekte mit gewachsenen tsconfig.json-Konfigurationen unmittelbar betreffen.

Was ist neu?

Die wichtigsten Änderungen sind nicht neue Features, sondern veränderte Defaults und Deprecations, die auf TypeScript 7.0 vorbereiten:

strict ist jetzt standardmäßig true – wer bisher ohne explizites "strict": false gearbeitet hat und sich auf den alten Default verlassen hat, bekommt nun mehr Fehler.

module wechselt auf esnext als Default, types[] ist nun leer per Default (statt alle @types in node_modules/@types zu laden), was Build-Zeiten deutlich verbessert, aber in vielen Projekten sofort zu fehlenden Deklarationen führt.

baseUrl ist deprecated und gilt nicht mehr als Modul-Lookup-Root, outFile wurde vollständig entfernt. Das target: es5 gilt als deprecated – ES2015 ist nun das Minimum.

Zusätzlich wird --moduleResolution node (node10) deprecated; der empfohlene Pfad ist nodenext oder bundler.

Auf der Features-Seite: TypeScript 6.0 bringt native Typen für die Temporal API (Stage 4, via esnext.temporal), die neuen getOrInsert/getOrInsertComputed-Methoden auf Map und WeakMap, RegExp.escape sowie Unterstützung für Subpath Imports starting with #/ – alles Ergebnisse aus der ECMAScript-Standardisierungsarbeit der letzten Jahre.

Das neue --stableTypeOrdering-Flag hilft dabei, Unterschiede zwischen 6.0 und 7.0 im Declarations Emit zu identifizieren.

Was bedeutet das für Angular-Teams?

Mit TypeScript 6.0 ändern sich für Angular-Teams konkret mindestens drei Dinge in der tsconfig.json: types muss explizit gesetzt werden (typischerweise ["node"] oder ["jest", "node"]), rootDir sollte ebenfalls explizit angegeben sein, und wer noch baseUrl verwendet, muss auf explizite paths-Einträge migrieren.

Migration-Tools für 6.0 sind aktuell in Entwicklung. Deprecations können vorübergehend mit "ignoreDeprecations": "6.0" in der tsconfig unterdrückt werden – allerdings nur für 6.0: TypeScript 7.0 wird diese Optionen vollständig entfernen.

Enterprise-Projekte mit vielen @types-Paketen in einem Monorepo profitieren direkt von der leeren types[]-Default, da Builds laut Microsoft-Angaben 20–50 % schneller werden können.

Die TypeScript-Roadmap ist klar: Jetzt auf 6.0 migrieren und Deprecations bereinigen, bevor 7.0 mit dem Go-Port in einigen Monaten erscheint.

Robin Böhm

Robin Böhm

Gründer von Angular.DE
Entwickler, Trainer und Buch-Autor

Robin beschäftigt sich seit 2012 intensiv mit der Erstellung client-seitiger Web-Applikationen. 2014 hat er das erste deutschsprachige Buch zum Thema AngularJS geschrieben und ist Mitgründer der Platform Angular.DE. Mit seinem Schulungs-Team hat er bereits über 1200 Unternehmen den erfolgreichen Sta… Mehr zu Robin Böhm

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